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Goodbye Xing aka OpenBC ?

Eigentlich sollte dieser Beitrag ein Kommentar zu einem Artikel von Dirk Olbertz(Blogscout) werden. Dann jedoch musste ich an Gespräche auf dem Barcamp Berlin und letzten Dienstag mit Marc Canter denken. In diesen Diskussionen waren Social Networking Plattformen das Thema.

Canter vertritt die These, dass Menschen sich nicht ewig an einen Anbieter binden werden, sondern von Anbieter zu Anbieter dynamisch wechseln. Gründe dafür sind vielschichtig und komplex, wie alle sozialen Beziehungen. Beispiele, können sich ändernde Interessen oder Freundeskreise sein.

Das Wechseln von sozialen Räumen, wie wir es im "echten" Leben vollziehen, ist im virtuellen Lebensraum oft sehr schwierig. Der User ist durch seine Daten gebunden und obwohl es vielleicht bessere Anbieter gibt, wird er weiterhin bleiben (und bezahlen).

Zur Zeit steht ein Kunde z.B.von openBC  Xing, vor einem Problem, wenn er wechseln will. Wie "behält" er seine Beziehungen? Wie nimmt er seine in der Community erstellten Daten (Bilder/Beiträge/Nachrichten) mit? Er hat keinerlei Hoheit über seine Netzwerkdaten oder die Möglichkeit Kontakte (Verknüpfungen) weiterhin für ihn oder andere sichtbar mitzunehmen bzw. zu exportieren. Die investierte Zeit muss deshalb an anderer Stelle erneut eingesetzt werden.

Auch ist es (bei XING) nicht möglich, durch eine offene API, die Daten von aussen zu verwenden. Sehr viele populäre Webdienste haben eine offene API und zementieren dadurch Ihre Stellung. Facebook ist ein Beispiel eines Anbieters, der dieses Problem erkannt hat und sich langsam öffnet. 

Einen anderen Ansatz in Sachen Social Networking Software geht Marc Canter mit dem PeopleAggregator. Mit dieser Software will Broadband Mechanics einen neuen Weg zu offenen transparenten sozialen Netzwerken beschreiten.

Ich hatte bisher nur kurz die Zeit mir den PeopleAggregator v 1.0 anzusehen und werde ihm einen eigenen Artikel widmen. Nur kurz an dieser Stelle: Man darf nicht nach dem Aussehen (GUI) urteilen, da der P.A. durch seine Funktionen glänzt.

Der Tenor der Diskussionen dieser Woche war:

Neue Software und spezialisierte Anbieter werden soziale Netzwerke im Web weiter diversifizieren. Ein User wird in mehreren Netzwerken präsent sein und muss dabei die netzwerkübergreifende Hoheit über seine Daten haben. 

Ich bin gespannt welche Techniken sich dabei durchsetzten und werde die Entwicklungen weiter verfolgen.