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Nanotechnologie in der Gesellschaft – Der menschliche Cyborg

BBM Gruppe AusstellungsraumÄrzte, Ökonomen, Politiker, Polizisten uvm. fiebern der Entwicklung der Nanotechnologie entgegen. Diese Technologie wird in Zukunft unser Leben "reduzieren". 

Das Frauenhofer Institut entwickelt seit ein paar Jahren, das BAM (Body Area Network). Es steht für eine drahtlose Übertragungstechnologie, von am oder im Körper getragenden Sensoren, über das Internet zu einem z.B. medizinischen Fachpersonal. Träger wären die Nanoroboter, die als Chips in Kleidung oder direkt in die Blutbahn eingesetzt werden können. Sie könnten Daten direkt aus unserem Körper in eine Onlinedatenbank übermitteln. Ihre Energie beziehen sie aus dem Blutzucker oder der Bewegung der Muskulatur. Die Idee des Cyborgs ist also gar nicht so fern.
Diese Technologie könnte unseren Lebenswandel durch unser Blut analysieren und es zu interessierten Institutionen senden. Unser Alkoholkonsum bleibt nicht nur theoretisch an unserem "dicken Schädel" erkennbar, sondern ein Spezialist könnte uns raten nächsten Donnerstag die Selbsthilfegruppe der anonymen Alkoholikern aufzusuchen. Ebenfalls würden wir bei einem Herzinfarkt unseres Opas nur noch auf die Sirene des Krankenwagens warten, denn sein medizinischer Zustand wäre bereits an das Krankenhaus um die Ecke vermittelt worden. 
Die Künstlergruppe BBM nahm diese Idee auf und entwickelte das Projekt "Nanobots". Sie thematisierten den Bezug dieser Forschungen und ließen die jetzigen Gewalten des Staates verschwinden und seine Kontrolle in unserem Körper technologisch integrieren. Polizei, Krankenhaus und Schule verwandeln sich in biologische Administrative. Konsum treibt den Markt an, der Motor unser Gesellschaft. Das Shoppingcenter, wurde generiert um diese Bedürfnisse zu stillen. Dabei entstehen Muster von Verhalten und Begehren, als virulente Räume, die künstlich erzeugt werden. Die Kontrolle käme nicht mehr von ausserhalb, sie wächst als Biopolitik in uns. Genau da liegt der Kerngedanke des Projektes, die Idee der Biopolitik in einen Erfahrungsraum zu übersetzen. Der Besucher des mobilen Ausstellungsraumes muß erst einmal herausfinden, wie diese Technologie langsam in ihm heranwächst.

2 Comments to Nanotechnologie in der Gesellschaft – Der menschliche Cyborg

  1. 18.01.2006 at 19:56

    Eigentlich gar nicht verkehrt so kleine nanoRoboter .. ich würde die direkt mit meiner LieblingsImbissbude vernetzten und wenn die merken das mein Blutzucker oder Alkohol-Pegel zu niedrig ist, kommt der Lieferdienst.
    Und ich vergesse das Essen nicht mehr :-)

  2. 18.01.2006 at 17:04

    Hierzu fällt mir ein Artikel im Spiegel dazu ein:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,359842,00.html